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Nur wenige Menschen würden von sich behaupten, nicht von Musik berührt oder fasziniert zu sein. In der Regel spielt dabei die Art der Musik - sei es ein bestimmtes Genre oder der Lieblingsinterpret - die Hauptrolle. Die Wiedergabequalität ist nur dann von Bedeutung, wenn das Hören auch mit der Analyse des Klangs verbunden ist. Hier geht es um Aspekte wie Realismus, Basswiedergabe oder Raumdarstellung.
Für diesen Fall bieten wir Hilfsmöglichkeiten und Problemlösungen an, wenn sich die gewünschte Qualität in einem bestimmten Raum nicht einstellen will. Das betrifft zunächst die Produktion von Musik, sowohl in Studioräumen als auch in einem Setup zuhause. Es betrifft aber auch das pure Musikhören in unterschiedlichen Wohnräumen, denn sie sind den gleichen Gesetzen der Schallausbreitung unterworfen, wie Aufnahmestudios.
Unsere Hilfestellung konzentriert sich zunächst auf die Raumgegebenheiten und erst in zweiter Linie auf die passende Technik, wie Lautsprecher oder Verstärker. Oft führt schon ein Hinweis im ersten, kostenlosen Beratungsgespräch zu einer Verbesserung der Musikwiedergabe, ohne dass eine Neuanschaffung getätigt werden muss.
Speaker Boundary Interference Response (SBIR)
Bei der Wiedergabe von Musiksignalen in Räumen wurden in den letzten Jahren immer öfter einige grundsätzliche Probleme erkannt. Das Bewusstsein für die Existenz von Raummoden, Nachhall und Flatterechos ist stetig gewachsen und ein Industriezweig für raumakustische Maßnahmen ist entstanden. Jedoch wurde die Aufstellung der Lautsprecher bisher nur unzureichend als Fehlerquelle in den Blick genommen.
Der Grund ist klar: Mit Hinweisen zur korrekten Aufstellung lässt sich kein Geld verdienen. Zudem existiert ein Problem, das mit keiner noch so sorgfältigen Aufstellung gelöst werden kann: Eine Phasenauslöschung im Bassbereich, die mit dem Abstand des Lautsprechers zur dahinterliegenden Wand zu tun hat (Speaker-Boundary Interference Response). Diese Auslöschung (destruktive Interferenz) geschieht bei kugelförmiger Abstrahlung immer. Und Signale unter 200 Hz werden bei fast allen Lautsprechertypen kugelförmig abgestrahlt. Die Auslöschung findet bei einem Viertel der Wellenlänge statt. Wenn ein Lautsprecher z.B. 85cm von der Wand entfernt betrieben wird, entsteht bei der vierfachen Frequenz (also 3,4m = 100 Hz) eine große Senke.
Je näher der Lautsprecher an der Wand steht, desto weiter oben findet die Auslöschung statt. Sie wandert dann in den tiefen Mittenbereich. Hier tritt jedoch zusätzlich der Effekt auf, dass eine tieffrequente Verstärkung stattfindet, die sich bei den meisten Lautsprechern negativ auf das Impulsverhalten auswirkt (Bei gleichzeitiger Senke in den Tiefmitten). Neben ausgewählten geschlossenen Systemen, die direkt an der Wand montiert werden, gibt es nur ein Bassprinzip, das den SBIR-Effekt verhindert: Der Bassdipol. Durch die gegenphasige Abstrahlung auf die Rückseite wird eine Kopplung mit der Rückwand verhindert und das vordere Signal wird ohne Interferenzen an den Hörplatz abgestrahlt.